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Trotz Krise - Weiterbildung in Betrieben bleibt stabil

Frankfurt: Berufliche Qualifizierung hat im Hinblick auf die demografische Entwicklung und den zu erwartenden Fachkräftebedarf einen besonderen Stellenwert. Das IAB-Betriebspanel, eine Betriebsbefragung vom Sommer 2009, liefert nun Erkenntnisse über das Weiterbildungsverhalten der hessischen Betriebe im Krisenjahr 2009. Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativen Befragung von rund 1.000 hessischen Betrieben.



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Qualifizierung während Kurzarbeit

Rund 70.000 Menschen waren 2009 in Hessen von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Dennoch haben nur wenige Betriebe die Kurzarbeit für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter genutzt. Im letzten Jahr wurden somit rund 7.000 Menschen aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

„Die Bundesagentur hat im letzten Jahr viel Energie und Zeit in das Thema Kurzarbeit und Qualifizierungsmaßnahmen gesteckt. Unsere Mitarbeiter haben nicht nur dafür gesorgt, dass das Kurzarbeitergeld schnell gezahlt werden konnte, sondern auch schnell und unkompliziert Betriebe beraten und unterstützt. Die Qualifizierung von Mitarbeitern war bei Beratungen ein wichtiger Aspekt, besonders im Hinblick auf den zukünftigen Fachkräftebedarf", so Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen.

Ein weiteres Programm der Bundesagentur für Arbeit ist seit 2007 die Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen kurz WeGebAU. Im Rahmen des Konjunkturpaketes II erfolgte, befristet bis Ende 2010 eine Erweiterung des förderbaren Personenkreises auf Arbeitnehmer mit Berufsabschluss und wieder eingestellte Leiharbeitnehmer. 2009 gab es 6.900 Maßnahmeeintritte (2008: 3.900; 2007: 1.050).

Qualifizierungschecks: Programm der hessischen Regierung

„Weiterbildung und Qualifizierung sind die besten Mittel gegen den wachsenden Fachkräftemangel", sagte Posch. Die Beteiligung an solchen Maßnahmen hänge auch davon ab, dass es zielgruppengerechte Angebote gebe. Da bisher Ältere und gering Qualifizierte kaum von den positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt profitierten, habe das Hessische Wirtschaftsministerium das Programm „Qualifizierungsschecks" aufgelegt, das sich an Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen ab 45 Jahren oder ohne Berufsausbildung in der ausgeübten Tätigkeit wende. Die Schecks fördern die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen mit bis zu maximal 500,- Euro. Zudem zahlt das Wirtschaftsministerium Zuschüsse für Beratungsstellen und Qualifizierungsbeauftragte.



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Bundesagentur für Arbeit


02.09.2010

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