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Immer weniger Arbeitslose - immer mehr offene Stellen

Limburg: Im Landkreis Limburg-Weilburg ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni 2010 gegenüber dem Vormonat um 159 auf 5.095 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt im Juni bei 5,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Mai betrug die Quote 6,0 Prozent. Vor Jahresfrist waren 5.628 Arbeitslose gemeldet - die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 6,2 Prozent.

„Das erste Halbjahr war durch einen kontinuierlichen Abbau der Arbeitslosigkeit bei stetig steigender Arbeitskräftenachfrage gekennzeichnet", bilanziert Carola Petersen, Leiterin der Limburger Arbeitsagentur, das Arbeitsmarktgeschehen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Gleichzeitig habe die konjunkturelle Kurzarbeit eine nur untergeordnete Rolle gespielt.

Als außerordentlich erfreulich bezeichnet Petersen die Entwicklung im Bereich der Grundsicherung. Auch bei den Hartz IV-Empfängern im Kreis Limburg-Weilburg habe die Arbeitslosigkeit durch die gute Vermittlungsarbeit und den gezielten Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente wesentlich mehr abgenommen, als prognostiziert. Das positive Vermittlungsergebnis habe dazu beigetragen, dass die ARGE Limburg-Weilburg in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 935.000 Euro Arbeitslosengeld2 und Sozialgeld weniger auszahlen musste, als geplant.

In einem bundesweiten Vergleich mit 42 weiteren ARGEn und optierenden Kommunen, die eine ähnlichen Wirtschafts- und Sozialstruktur aufweisen, liege die Limburger ARGE damit auf dem ersten Platz. Petersen sieht aber auch noch ‚Baustellen' in der Region: „Dass in unserem Bezirk vor allem die Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen überproportional am Marktgeschehen teilhaben zeigt, dass man mit den richtigen Strategien auch Zielgruppen in Beschäftigung bringen kann.

Wir müssen verstärkt darauf achten, dass die älteren Arbeitslosen nicht auf der Strecke bleiben." Dabei stehe neben der Existenzsicherung des Einzelnen auch der drohende Fachkräftemangel im Fokus. „Insbesondere vor dem Hintergrund demographischer Veränderungen kann es sich die Wirtschaft nicht leisten, Qualifikationen älterer Arbeitskräfte durch langfristige Arbeitslosigkeit zu verlieren", betont Petersen zum Abschluss.



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Bundesagentur für Arbeit


01.07.2010

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